Raspberry Pi: Animiertes Bootlogo (splash screen)

Ich suchte für meinen MAME-Retro-Arcasde Automaten nach einer Möglichkeit ein Bootlogo anzuzeigen, so das ersichtlich ist das der Automat noch startet. (und nicht etwa hängen geblieben ist)

Leider dauert das laden des Linux-Systems und des MAME mehrere Minuten auf dem Raspberry Pi, so das ein stehendes Bild wie ein abgestürztes System erscheinen. Die Linux Boot-Meldungen hingegen passen nicht zu einem Spielautomaten.

Ich persönlich verwende für meinen Spielautomaten ein statisches Bild, das MAME-Logo, vor welches ich einen loading spinner! gelegt habe.
Sehr schön für einen Spielautomaten sind auch animierte Charaktere aus klassischen Spielen, wie die Eule aus Apydia. Suche bei der Suchmaschine deine Wahl nach „animated gif sprites“ um einige zu finden.Agony (1992) Art & Magic / Psygnosis

Die Bootmeldungen können über die drei Einträge „consoleblank=0 loglevel=1 quiet“ in der Datei cmdline.txt im Verzeichnis /boot abgeschaltet werden.
Ebenfalls in der Datei cmdline.txt kann das Bootlogo, die Himbeeren die oben links erscheinen, mittels „logo.nologo“ abgeschaltet werden.
Mit dem Eintrag disable_splash=1 in der Datei config.txt im Ordner /boot schaltet Ihr auch noch das Regenbogen-Startbild des Raspberry Pi ab.

Splashscreen Werkzeuge wie FbiPlymouth oder FMI unterstützen leider keine Animationen. Das Werkzeug bannerd von Alexander Lukichev füllt genau diese Lücke und bietet die Möglichkeit eine Serie von BMP-Bildern als Animation wiederzugeben. (Die Letzte Aktualisierung des von bannerd ist leider aus dem September 2012)

Im Raspbian Repository ist bannerd aktuell leider nicht vorhanden, kann jedoch einfach aus den Quellen übersetzt werden.
Hierzu holen wir den Quellcode aus dem GIT-Repository und übersetzen es im Anschluss mittels make.:

Im Anschluss muss die entstandene Datei bannerd in den Ordner /usr/local/bin/ oder /bin kopiert werden, ausführbar gemacht werden sowie der Eigentümer und die Gruppe auf root geändert werden.

Als Bootanimation ist bei bannerd ausschließlich eine Sequenz von BMP Bildern möglich. Wenn die Boot-Animation bereits als Videodatei oder als animiertes Gif vorliegt kann diese mittels ffmpeg in eine Bildsequenz umgewandelt werden.

Da mein Beispiel GIF eine Transparenz hat und ffmpeg leider automatisch weiß als Hintergrundfarbe bei der Umwandlung in Dateiformate ohne Apha Kanal.
Wenn Du eine andere Hintergrundfarbe als weiß benötigst können solche animierte GIFs leider nicht direkt umgewandelt werden.
Mit dem Umweg über PNG Bilder mit Alpha Transparenz können den BMPs auch andere Hintergundfarben gegeben werden.:

Wenn das animierte GIF als kleine Animation in der unteren rechten Ecke des Bootbildes angezeigt werden soll können die Animationphasen mit folgenden Befehlen mit einem Hintergrundbild zusammengefügt werden. (Das Hintergrundbild wird im folgenden Beispiel mittels Imagemagic als leeres schwarzes Bild erzeugt.)

Nach dem wir jetzt den Dienst bannerd haben und die anzuzeigende Animation abgelegt haben brauchen wir noch einen systemd Service der im Bootvorgang bannerd startet.

der Service kann in Form der folgenden Datei /etc/systemd/system/bootlogo.service erzeugt werden:

Jetzt muss der nrur Dienst noch aktualisiert werden.: sudo systemctl enable bootlogo
Das Bootlogo kann mit dem Befehl systemctl start bootlogo oder mit einem neustart des Computers getestet werden.

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Neuer Linux Kernel für Raspberry Pi

Manchmal brauche ich einfach das eine oder andere Kernel Modul welches sich nicht im Vanilla Kernel meines Rasbian befindet, oder ich möchte unbedingt einige Module loswerden oder ich will einen aktuelleren linux Kernel.
Um eines oder alle diese Ziele zu erreichen muss ein neuer Linux Kernel für den Raspberry Pi angefertigt werden. Hier die Kurzanleitung wie dies in fünf einfach Schritten zu schaffen ist.:

1.) Linux Kernel Quellen herunterladen

Um den Aktuellen Kernel übersetzen zu können brauchen wir einige Module. Um diese zu Installieren nutzen wir apt-get install.:

Um den „aktuellen“ Linux Kernel zu bekommen holen wir über Git die Quellen:

alternativ können wir auch einen aktuelleren Kernel (im Beispiel 4.5) holen lassen.:

und wechseln in das Installationsverzeichnis.

2.) Default Konfiguration erstellen

Im Anschluss muss ich die default Linux Konfiguration für meinen Raspberry Pi erstellen, für Raspberry Pi 1 A oder B und das Compute Module:

für den Raspberry Pi 2 geht dies über:

3.) Kernel konfiguration anpassen (optional)

um die Konfiguration des Linux Kernels anzupassen bietet Linux die

oder alternativ

4.) Kernel übersetzen

um den Kernel im Anschluss zu compilieren die folgenden Zeilen ausführen:

5.) Kernel Installieren

Wenn der Kernel einen abweichenden Namen erhalten soll kann in der Datei config.txt die Zeile „kernel“ für den verwendeten Kernel angepasst werden.:

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Raspberry Pi 2 – Arch Linux Installation aus einem Linux System

Vorbereiten der SD-Karte. Ersetze sdX in den folgenden Schritten durch den entsprechenden Namen des Gerätes unter dem deine SD-Karte in Linux erschienen ist. (leicht über dmesg|tail direkt nach Anschluss der SD-Karte zu finden)

  1. Starte fdisk um die SD-Karte zu partitionieren:
    sudo –s # um alle folgenden Schritte als Benutzer root auszuführen
    fdisk /dev/
    sdX
  2. In der fdisk Eingabe lösche die alten Partitionen und erstelle die neuen:
    1. Der Befehl o löscht alle Partitionen auf der Karte.
    2. p zeigt alle vorhandenen Partitionen an. Es sollte keine mehr existieren
    3. Wähle n, für neue Partition, dan p für primäre Partition, im Anschluss 1 für die erste Partition, danach ENTER um den ersten Sektor zu bestätigen und +100M für den letzten Sektor.
    4. Im Anschluss t, danach c um den Typ der Partition auf „W95 FAT32 (LBA)“ zu setzen.
    5. Drücke n, dan p im Anschluss 2 für die zweite Partition dann ENTER zwei mal um sowohl den ersten als auch den letzten Sektor zu bestätigen.
    6. Schreibe die Partitionstabelle und verlasse das Programm mit w.
  3. Erstellen des ext4 Dateisystems:
    mkfs.ext4 /dev/sdX2
    mkdir /mnt/root
    mount /dev/sdX2 /mnt/root
  4. FAT-Dateisystem erstellen und mounten:
    mkfs.vfat /dev/sdX1
    mkdir /mnt/root/boot
    mount /dev/sdX1 /mnt/root/boot
  5. Lade die ArchLinux Distribution auf das root Dateisystem:
    wget http://archlinuxarm.org/os/ArchLinuxARM-rpi-2-latest.tar.gz
    tar -xpf ArchLinuxARM-rpi-2-latest.tar.gz -C /mnt/root
    sync
  6. Die beiden Partitionen unmounten:
    umount /mnt/root/boot /mnt/root

Jetzt ist die SD-Karte bereit für den Raspberry Pi. Nach dem Anschluss von Netzwerk und 5V-Stromversorgung startet er ArchLinux.
Eine Verbindung ist über angeschlossenen Monitor und Tastatur, SSH und Serielle Konsole möglich.
Der Benutzername des default Benutzers ist „alarm“ sein Passwort lautet „alarm“.
Das root-Password lautet „root“.

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